Teichhuhn (Gallinula chloropus)

Teichhuhn

Ein Altvogel schwimmt vorsichtig dem Ufer entlang, um dann bald im tarnenden Geäst zu verschwinden.

© Text und Foto: Hanspeter Aeschlimann

Weitere Informationen über diesen Vogel findet man z.B. auf der Webseite der Schweizerischen Vogelwarte

 

 

 

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Grösse mit 33 cm ist es etwas kleiner als das Blässhuhn
Nahrung Insekten und Schnecken, im Winter Samen und Grünteile von Wasserpflanzen
Brutzeit April bis Juli (in Ausnahmefällen noch im August)
Zugzeit Frühling: Februar bis April / Herbst: September bis Dezember
Status Schweiz 1‘000 – 2‘000 BP / Inkwiler- und Aeschisee je 2 – 5 BP

Das Teichhuhn oder die Teichralle ist in fast ganz Europa verbreitet. Die Populationen Nord- und Osteuropas sind Zugvögel. Oft schon Anfang März kehren die Teichrallen zu ihren Niststätten zurück. Brutpaare bilden sie erst nach ihrer Ankunft.

Das Nest wird von beiden Partnern aus trockenen Blättern und Pflanzenteilen errichtet. Es ist geschickt in der Ufervegetation verborgen. Beide Rallen lösen sich beim Brüten der 6 bis 10 Eier ab, die das Weibchen von April bis Mai legt. In der Zeit, in der das Weibchen auf den Eiern sitzt, baut das Männchen noch ein Nest, das später von den Jungen zum Ausruhen benutzt wird. Den Küken, die nach 19 bis 22 Tagen schlüpfen, wird anfangs die Nahrung von beiden Eltern vorgelegt, bis sie sich nach 3 Wochen selbst versorgen.

Von Juni bis Juli nisten die Paare ein zweites Mal. Diese Brut wird von den ersten Jungen mit grossgezogen. In Ausnahmefällen nisten die Teichhühner noch ein drittes Mal. Die Jungvögel haben noch keine rote Stirnplatte und ihr Schnabel ist nicht zweifarbig rotgelb wie bei den Altvögeln. Das Teichhuhn hat grüne Beine mit sehr langen Zehen, die aber nicht mit lappigen Häuten (wie sie Blässhühner aufweisen) versehen sind. Der Rücken ist olivbraun, das übrige Gefieder grauschwarz mit weissen Linien entlang der Flanken.

Beide Geschlechter sind gleich gefärbt. Die Diesjährigen hingegen sind braun befiedert. Beim Schwimmen sitzt das Teichhuhn hoch auf dem Wasser und zuckt dabei ständig mit dem Kopf und dem aufgerichteten Schwanz. Das Teichhuhn fliegt nur ungern. Wenn es jedoch gestört wird und sich nicht im Röhricht verbergen kann, fliegt es auf und setzt sich auf ein Gebüsch oder auf die Krone eines niedrigen Baumes.